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✓✓✓ Erstklassige Aktiendepots im Vergleich

Burggraben Aktien: Musterdepot

Die sogenannten Burggraben Aktien sind Titel von Unternehmen, die sich auf Grund eines besonderen Merkmals von der Konkurrenz abheben. Dieser „Burggraben“ macht es Konkurrenzunternehmen sehr schwer, dem Aktienkonzern Marktanteile abzugraben. In der Praxis zeichnen sich Burggraben Aktien oftmals durch einen sehr bekannten Namen, besondere Lizenzen / Patente oder eine andere Vormachtstellung innerhalb einer Branche aus.

Beispielshafte Burggraben Aktien

Insbesondere für die „Buy & Hold“ Strategie eignen sich Burggraben Aktien sehr gut. Diese Art des Investierens in Aktien zeichnet sich dadurch aus, dass Aktien günstig gekauft werden und dann nie wieder verkauft werden – es sei denn, eine Aktie scheint stark überbewertet oder eine gegenläufige Marktentwicklung zeichnet sich ab. Günstig ist eine Aktie, wenn ein wichtiges oder mehrere Bewertungsverfahren eine Unterbewertung anzeigen.

1. BB Biotech

Das schweizerische Unternehmen BB Biotech ist eine reine Beteiligungsgesellschaft, die sich auf Chemie-, Pharma- und Biotechnologie-Titel spezialisiert hat. Eine Beteiligungsgesellschaft wie diese hat kein eigenes Geschäftsmodell, sondern beteiligt sich lediglich an anderen Unternehmen. Im Falle von BB Biotech sind dies in der Regel Unternehmen, die Medikamente und Präparate entwickeln, herstellen und vermarkten. Die meisten davon sind in den USA ansässig.

Bei BB Biotech ist der Burggraben vor allem die Risikostreuung und das Know-How des Managements. Durch die Beteiligung an verschiedenen Unternehmen (die Kernbeteiligungen liegen im einstelligen Bereich) wird das Risiko des Investments – ganz ähnlich wie bei einem Fonds – reduziert. Des weiteren besetzt das Unternehmen Management-Stellen soweit möglich mit echten Wissenschaftlern, die viel Know-How und Expertise mit in das Unternehmen bringen.

[Leider kein Chart für BB Biotech verfügbar]

2. Nestle

Der Konzern Nestle ist nicht nur bekannt für Wasser und Schokolade, sondern ist auch der größte Nahrungsmittelhersteller auf der ganzen Welt. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in der Schweiz, die verschiedenen Marken des Konzerns werden jedoch weltweit verkauft und vermarktet. Die Anzahl der Marken des Konzerns werden selbst vom Unternehmen nicht einheitlich kommuniziert – die Anzahl dürfte jedoch zwischen 2.000 und 6.000 Produktmarken liegen. Die in Deutschland bekanntesten dürften wohl San Pellegrino (Luxus Wasser), Nesquik (Kakao-Pulver) und Mövenpick (Eis) sein.

Der Burggraben bei Nestle liegt vor allem in der unglaublich hohen Diversifizierung des Produktangebots. Die einzelnen Marken werden speziell auf die Vertriebsgebiete angepasst und die Bekanntheit der Produktmarken des Konzerns stellen die meisten anderen Lebensmittelkonzerne in den Schatten. Mit aktuell 197 Ländern, in denen Nestle Produkte vertrieben werden, ist das Unternehmen außerdem weltweit aufgestellt. Da auch viele günstige Produktmarken vorhanden sind, setzen kurzfristige Rücksetzer der Weltwirtschaft der Firma wesentlich weniger zu, als Luxuskonzernen, wie zum Beispiel Starbucks.

3. Johnson & Johnson

Johnson & Johnson ist ein Healthcare Konzern aus den USA, der im Dow Jones Industrial gelistet ist. Das Unternehmen entwickelt und vertreibt über zahlreiche Tochtergesellschaften Produkte aus dem Bereich Pharmazie, Konsumgüter und Gesundheit. Mit über 190 Ländern, in denen die Produkten von Johnson & Johnson vertrieben werden, ist der Konzern einer der größten Healthcare-Produzenten der Welt. Sehr bekannte deutsche Marken des amerikanischen Pharmakonzerns sind unter anderem die Konsumgütermarken bebe (Pflege), Listerine (Mundhygiene) und Piz Buin (Hautpflege).

Der Burggraben bei Johnson & Johnson liegt nicht nur in der großen Verbreitung des Konzerns weltweit, sondern auch in Rechten und Lizenzen. Fast alle großen Pharmakonzerne entwickeln eigene Präparate, die dann für viele Jahre geschützt sind. Das führt dazu, dass Pharmaunternehmen oft einen Burggraben besitzen, weil die Konkurrenz die geschützten Präparate nicht nachahmen kann. Johnson & Johnson dürfte – ähnlich wie die meisten anderen Biotech- und Pharmaunternehmen in den USA – außerdem von Donald Trump als Präsident der USA profitieren.

4. Continental

Continental ist in Deutschland vor allem als Reifenhersteller bekannt. Tatsächlich hat sich der Konzern, der sich noch immer mit einer Mehrheitsbeteiligung in den Händen der Gründerfamilie Schaeffler befindet, aber zum größten und wichtigsten Automobilzulieferer weltweit gemausert. Das Unternehmen mit Sitz in Hannover beschäftigt weltweit mehr als 200.000 Mitarbeiter und hat Niederlassungen in mehr als 50 Ländern, dabei ist Continental auf jedem Kontinent der Erde vertreten. Seit September 2012 ist Continental wieder im wichtigsten deutschen Aktienindex, dem DAX, gelistet.

Der Burggraben besteht bei Continental vor allem in der Markenbekanntheit und der Struktur der deutschen Autoindutrie. Zulieferer im Automobilbereich sind oft eng mit den Autoherstellern verbunden und die Verträge halten entsprechend unheimlich lange. Daneben ist Continental einer der Vorreiter im Bereich der Forschung zum Zwecke der Elektromobilität. Kein anderer Automobilzulieferer kann auf eine solche Vormachtstellung im Bereich Reifen und Teilefertigung blicken wie Continental.

5. Daimler

Der deutsche Automobilhersteller Daimler geht unmittelbar auf Karl Benz zurück, den Erfinder des Automobils. Daimler, das sich seit der Spaltung vom amerikanischen Hersteller Chrysler wieder alleine im DAX befindet, ist einer der größten Hersteller von Autos weltweit. Neben der Kernmarke Mercedes Benz gehört auch Smart zum Konzern aus Stuttgart. Die Nobelmarke Maybach wurde vor einiger Zeit auf Grund schwacher Absatzzahlen eingedampft. Heute ziert der Name Maybach lediglich die Top-Modelle der Luxusautos aus dem Hause Mercedes Benz.

Der Burggraben ist bei Daimler die Stellung auf dem Markt (Während Mercedes Benz vor Jahren noch als zu bieder galt, hat das Unternehmen erfolgreich einen Image-Wandel umgesetzt), vor allem aber der Vorsprung gegenüber anderen konventionellen Autoherstellern im Bereich der Elektromobilität. Die Forschung im Bereich autonomes Fahren und alternative Antriebe scheint bei Daimler erheblich besser voranzugehen als bei der Konkurrenz. Mit Dieter Zetsche hat der Konzern außerdem einen zuverlässigen und beliebten Vorstandsvorsitzenden an der Spitze. Die satte Dividendenrendite von aktuell knapp über 5% dürfte langfristige Anleger noch mehr entzücken.